Warum ist konventionell abgebautes Gold kritisch zu betrachten?

Stell dir vor, du sitzt mit deinem Lieblingsmenschen eines Abends vor dem Fernseher. Und manchmal hat man ja doch Tage, an denen man plötzlich lieber eine Reportage schaut. Im ZDF läuft die Wiederholung von „Dreckiges Gold“. Ihr bleibt hängen, weil es unter anderem um Peru geht – vielleicht das nächste Reiseziel. Noch während des Abspanns schaut ihr euch gegenseitig auf die Finger und denkt:
Szenario 1) „Au Backe, wenn wir das mal früher gewusst hätten“
oder doch besser
Szenario 2) „Wie gut, dass wir den Filmtipp aus dem KAURI Newsletter hatten und erst nächstes Jahr heiraten“… oder so ähnlich.

60% des jemals abgebauten Goldes wurde zu Schmuck verarbeitet. Menschen schmücken sich seit Jahrtausenden mit Gold, sogar zu ihrem „schönsten Tag im Leben“, der Hochzeit. Diese kommt mit Assoziationen einher, die dem Material Gold, betrachtet man die Art und Weise wie es gefördert wird, grundsätzlich entgegensteht. Ein Goldring bringt zwischen 14 und 20 Tonnen toxische Erde mit sich, da im Bergbau die gefährlichsten Umweltgifte wie Zyanid eingesetzt werden. Umwelt- und Menschenrechtsverletzungen sind Normalität in Schwellen- und Entwicklungsländern. Gold ist offiziell eines von vier Konfliktmetallen, da dessen Abbau den Bürgerkrieg im Kongo finanziert. Der Goldring ist Teil einer Tradition, welche es, trotz des Aufwands der Hochzeitsvorbereitungen, zu hinterfragen gilt.

Wer also auf Goldschmuck nicht verzichten möchte, sollte in der Familie nach „Familiengold“ fragen. Ein Goldschmied oder eine Goldschmiedin fertigen daraus wie bei Jasmina ein Schmuckstück mit Geschichte. Eine weitere Möglichkeit ist Fair Trade Gold. Wo da die Unterschiede liegen erfahrt ihr in einem späteren Post.

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